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Ob lästige Notwendigkeit oder heiliges Ritual, die tägliche Rasur ist für Männer schon seit Jahrtausenden ein festes Morgenritual. Warum sollte man sie dann auch nicht so angenehm, gründlich aber auch günstig wie möglich gestalten? Warum sollte man sich nicht einmal Gedanken über seine Rasur machen?

Ich möchte dir heute deswegen die verschiedenen Möglichkeiten der Rasur zeigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der klassischen Nassrasur. Diese ist spätestens seit der Erfindung des elektrischen Trockenrasierers hier in Europa fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden.

Doch zu Recht?

In anderen Teilen der Welt schwört man auch heute noch auf die klassische Nassrasur. Und auch Ich denke, dass die klassische Nassrasur 3 entscheidende Vorteile gegenüber Elektro-Rasierern oder Systemrasierern hat. Zeit also der Nassrasur einmal die Beachtung zu schenken, die sie verdient.

Doch zu erst möchte Ich dir erklären, wovon Ich hier eigentlich Rede. Systemrasierer, Trockenrasur, Rasierhobel und Shavette. Was ist das eigentlich alles?

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Rasur zwischen einer Nass- und einer Trockenrasur.

Für eine Nassrasur benutzt man ausschließlich nicht-elektrische Rasierer. Sie wird deshalb gelegentlich auch als Manuelle Rasur bezeichnet. Damit die Klinge(n) besser über die Haut gleiten, wird diese angefeuchtet und mit Rasierseife oder -creme vorbehandelt.

Die zweite Variante ist die Trockenrasur. Hierfür werden moderne Elektrorasierer verwendet. Sie wird deshalb gelegentlich auch als Maschinelle Rasur bezeichnet.

Hier nochmal ein Überblick über die verschiedenen Rasierer:

moderne Nassrasur

  • Systemrasierer (Das sind die günstigen Mehrklingen-Rasierer, mit austauschbaren Scherköpfen)

Trockenrasur

  • Elektrorasierer (Das sind die klassischen elektronischen Rasierer mit Schwingankermotor)

Vermutlich benutzt du, wie die meisten Deutschen bisher einen Systemrasierer. Vielleicht bevorzugst du aber auch einen Elektrorasierer.

Egal. Schließlich liest du diesen Beitrag ja um zu erfahren, welche Vorteile dir die klassische Nassrasur bietet. Hier sind die wichtigsten 3 Vorteile:

1. Die klassische Nassrasur ist gründlicher

Du hast richtig gelesen. Mit System- oder Elektro-Rasierer ist die Rasur zwar schneller aber keinesfalls gründlicher.

Und wenn man einmal darüber nachdenkt, macht das Ganze auch Sinn.

Die Rasierklingen von Rasiermesser, Rasierhobel oder Shavette liegen frei und können so am untersten Ende der Haarwurzeln ansetzten. Deine Haut wird seidig glatt. Ein Gefühl, was du unbedingt erlebt haben solltest.

Bei einem guten Rasiermesser ist dieser Effekt noch größer. Die Klingen werden hier sorgfältig in Handarbeit hergestellt. So halten Sie später nicht nur ein Leben lang, sondern sorgen auch für die mit Abstand gründlichste Rasur von allen.

Bei einem Rasiermesser zahlst du hauptsächlich für eine gute Klinge. Bei einem Elektrorasierer für die Elektronik. Was ist dir wichtiger?

Aber auch Rasierhobel und Shavette machen auf der Haut eine gute Figur.

2. Die klassische Nassrasur ist günstiger

Wer kennt es nicht? Reinigungsstationen, mit ständig neuen Reinigungskartuschen, unverschämt teure neue Klingen-Sets oder technische Deffekte. Alles Dinge, die Elektro-Rasierer-Besitzer kennen und die ständig dein liebes Geld kosten. Es kommt mir fast so vor, als wäre ein Rasierapparat eigentlich ein Monats-Abo und keine einmalige Anschaffung.

Von den unzähligen neuen Klingen für Systemrasierer ganz zu schweigen. Aber so verdienen die Hersteller ihr Geld. Über die Jahre kommt nämlich ein astronomisch hoher Betrag zustande. Ganz unfreiwillig und ohne das du es wirklich merkst.

Mit der klassischen Nassrasur kommst du wesentlich günstiger weg. Hier einmal ein Rechenbeispiel:

  • 6 Rasuren pro Woche
  • 8 Rasuren pro Klinge
  • 39 Klingen im Jahr
  • 3€ pro Klinge

= 117€ im Jahr

  • Anschaffungskosten: 200€
  • Haltedauer: 5 Jahre
  • Klingen und Reinigungskartuschen: 50€

= 50€ im Jahr

  • Anschaffungskosten: 150€
  • Zubehör: 150€
  • Haltedauer: 20 Jahre

= 15€ im Jahr

  • Anschaffungskosten: 100€
  • Zubehör: 50€
  • Haltedauer: 20 Jahre
  • 6 Rasuren pro Woche
  • 8 Rasuren pro Klinge
  • 39 Klingen im Jahr
  • 10 Cent pro Klinge

= 11,4€ im Jahr

  • Anschaffungskosten: 25€
  • Haltedauer: 3 Jahre
  • 6 Rasuren pro Woche
  • 8 Rasuren pro Klinge
  • 39 Klingen im Jahr
  • 5 Cent pro Klinge

= 10,3€ im Jahr

Klarer Sieger sind Rasiermesser, Rasierhobel und Shavette. Das liegt an der Langlebigkeit der Rasierer. Während ein Rasiermesser damals lange halten musste, soll ein Elektrorasierer heute gar nicht mehr lange halten. Und während die Klingen für eine klassische Shavette gerade einmal 5 Cent kosten, kostet eine Klingensatz für einen Systemrasierer mindestens 3€. Der einzige, der das so will, sind die Firmen dahinter.

3. Die klassische Nassrasur ist cooler

Dieser Vorteil ist vielleicht etwas subjektiv aber sein wir mal ehrlich: Sich mit einem Rasiermesser zu rasieren sieht hat schon echt Stil. Edles Holz, eine große Scharfe Klinge und das Gesicht voller Rasierseife – so stellt man sich eine richtige Rasur vor.

Un auch in Hollywood greift man gerne auf dieses Sinnbild zurück. In James Bond 007: Skyfall rasiert sich Bond zu den Worten „manchmal ist die altmodische Art auch die Beste“ mit einem Rasiermesser.

Interessanterweise vermeldeten viele Hersteller danach einen spürbaren Nachfrageanstieg. Aber nicht nur James Bond schwört für glatte Haut auf das klassische Rasiermesser. Immer mehr Männer interessieren sich für die klassische Nassrasur.

Diese Anziehungskraft rührt daher, dass gerade Rasiermesser und Rasierhobel etwas besonderes sind. Die Rasur ist nicht mehr nur lästige Notwendigkeit, sondern wird zum heiligen Ritual. Wie viele Leute in deinem Freundes- oder Bekanntenkreis rasieren sich schon mit einem Rasiermesser oder -Hobel? Vermutlich keiner. Denn es gehört ein wenig Übung dazu und die schicken Werkzeuge sicher über die Haut zu führen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die klassische Nassrasur Rasur so einen besonderen Charm hat.

Die Nachteile

Nicht verschweigen möchte Ich mögliche Nachteile der klassischen Nassrasur. Eigentlich gibt es nur einen einzigen wirklichen Nachteil – die klassische Nassrasur ist zeitaufwendig.

Das gilt vor allem für die Rasiermesser Rasur. Klinge abziehen, Gesicht waschen, Seife aufschäumen, mit dem Pinsel auftragen, gründlich rasieren, anschließend abspülen, After Shave drauf und das Messer, sowie den Pinsel reinigen. So sieht das volle Programm aus. Und das kann gut und gerne schonmal 15 Minuten in Anspruch nehmen. Ein bisschen Zeit kannst du aber noch rausholen. Statt Rasierseife kannst du beispielsweise zu fertig aufgeschäumten Rasiercremes greifen. Außerdem wirst du mit der Zeit immer geübter. Es wird aber dennoch schwierig, in unter 5 Minuten fertig zu werden.

Und nicht nur die Rasur, auch die Pflege des Messers kostet Zeit. Schließlich soll das Rasiermesser ja lange halten. Wenn dich das nicht abschreckt, dann hast du mit dem Rasiermesser aber auch das mit Abstand beste Rasurerlebnis. Du willst es ausprobieren? Hier zeige Ich dir, wie du ein gutes Rasiermesser findest.

Wenn es bei dir morgens aber schnell gehen muss, dann ist das auch kein Problem. Für den Alltag greifst du dann am besten auf den Rasierhobel zurück.

Und was ist mit der Verletzungsgefahr?

Wenn du dich jetzt für die klassische Nassrasur interessierst und sie einmal ausprobieren möchtest, empfehle Ich dir prinzipiell immer ein Rasiermesser zu kaufen. Bei dem Klassiker ist jedoch auch die Verletzungsgefahr am größten. Die Klinge ist offen und extrem scharf.

Ist dir dieses Risiko zu hoch, dann solltest du zu einem Rasierhobel greifen. Hier kann am wenigsten passieren.

Möchtest du dich langsam an das Rasiermesser herantasten, dann kannst du am besten mit einer günstigen Shavette üben. Die spezielle Formgebung verhindert ein zu senkrechtes aufsetzen der Klinge und somit eine tiefe Verletzung.

Trotzdem besteht natürlich immer die Gefahr von kleinen Schnitten. Um diese möglichst zu minimieren, solltest du dir auf jeden Fall meine Anleitungen für die richtige Rasur durchlesen. Du findest sie oben im Menü unter den jeweiligen Rasierer-typen.

Hier kommst du zu meiner Kaufberatung für Rasiermesser, Rasierhobel und Shavette.